Tipps vor dem Hundekauf

 
Bevor Sie einen Hund in Ihrer Familie aufnehmen, sollten Sie einige grundlegende Überlegungen anstellen. Ein Hund ist ohne Zweifel eine Bereicherung und bringt viel Freude und Spaß in den Alltag. Gleichzeitig bedeutet ein Hund aber auch große Verantwortung über viele Jahre hinweg.

Bitte überlegen Sie daher gründlich, ob und welcher Hund zu Ihnen und Ihren Bedürfnissen passt. Die folgenden Fragen und Tipps sollen Ihnen bei Ihren Überlegungen helfen.

 

Die wohl wichtigste Frage Habe ich genügend Zeit ?

 

Jeder Hund, egal ob klein oder groß benötigt ein ausreichendes Maß an Zuwendung und Ausbildung. Haben Sie die Möglichkeit und auch den Willen sich mindestens 1-2 Stunden täglich mit Ihrem Hund zu beschäftigen?

            Welcher Hund passt zu mir?     

 

Bitte wählen Sie einen Hund nicht vorwiegend nach dem Aussehen aus, sondern informieren Sie sich über die typischen Eigenschaften der betreffenden Rasse. Jede Rasse wurde ursprünglich für eine bestimmte Verwendung gezüchtet und bringt dementsprechend ganz unterschiedliche Charaktereigenschaften mit sich. Überlegen Sie sich außerdem, was Sie von Ihrem zukünftigen Begleiter wollen! Soll der Hund ein unauffälliger Familienhund sein, wollen Sie mit dem Hund sportlich aktiv werden oder suchen Sie einen Hund, der Sie im Alter begleitet? Wollen Sie zum Beispiel einen ruhigen Gefährten, dann sollten Sie keinen Hund aus einer Leistungszucht wählen. Wenn Sie andererseits mit Ihrem Vierbeiner zum Beispiel auch Agility betreiben wollen, dann sollten Sie sich nicht unbedingt für einen Bernhardiner entscheiden. Ältere Personen sollten sich keine große Rasse aussuchen, die an der Leine ungeahnte Kräfte entwickeln und jeden Spaziergang zur Qual machen kann, und leidenschaftliche Bergsteiger sollten sich keine Rasse aussuchen, die nicht entsprechend körperlich belastbar ist. 

 Mischling oder Rassehund? Tierheim oder Züchter?

 

Die Entscheidung ob Mischling oder Rassehund ist eine rein persönliche Entscheidung. Oft gehörte Aussagen wie 'ein Mischling ist gesünder' oder 'Mischlinge sind gescheiter' entsprechen nicht den Tatsachen und sollten Sie bei Ihrer Entscheidung nicht beeinflussen. Viel eher sollten Sie bedenken, dass die Tierheime voll von Hunden sind, die auf einen neuen Besitzer warten. Überlegen Sie also, ob ein solcher Hund für Sie in Frage kommt! Hunde aus Tierheimen können überaus dankbare und treue Gefährten werden, aber es gibt auch Hunde mit schwieriger Vergangenheit, die eines erfahrenen Besitzers bedürfen. Wenn Sie sich dagegen für einen Rassehund entscheiden, dann sollten Sie sich den Züchter, von dem Sie einen Hund übernehmen und dafür einen beträchtlichen Betrag bezahlen, genau ansehen. Beobachten Sie, wie die Hunde untergebracht sind, wie der Züchter mit den Hunden umgeht und wie die Hunde auf den Züchter reagieren. Lassen Sie sich die Mutterhündin zeigen, und fragen Sie danach, was die Hunde alles kennen gelernt und erlebt haben. Überlegen Sie mit Sorgfalt, bevor Sie sich entscheiden!

 

Sind Hund und Beruf vereinbar? - das Alleinelassen!

 

Ein Hund ist ein soziales Rudeltier. Artgerechte Hundehaltung beinhaltet, dass der Hund in einer Gemeinschaft mit seinen Besitzern leben kann. Ein Hund sollte daher nicht länger als 5-6 Stunden pro Tag alleine sein! Bedenken Sie, ob Sie dem Hund ausreichende Nähe und Gemeinschaft bieten können, vor allem wenn Sie berufstätig sind.

     Welpe oder erwachsener Hund?     

 

Für einen Welpen müssen Sie in den ersten Monaten viel Zeit, Geduld und Aufmerksamkeit aufbringen. Der Welpe muss stubenrein werden, muss seine Energien und Ideen ausleben können, muss mit Verständnis erzogen werden und durchlebt viele Phasen des Erwachsen-Werdens mit allen physischen und psychischen Veränderungen. Wenn Sie voll berufstätig sind und für den neuen Gefährten nur wenige Stunden am Tag Zeit haben, dann ist ein Welpe sicherlich die falsche Wahl.

 

Urlaub oder Krankheit! Wer passt auf meinen Hund auf?

 

Sie sollten sich unbedingt vor der Anschaffung eines Hundes überlegen, ob es in Ihrem Verwandten- und Bekanntenkreis jemanden gibt, der bei Bedarf auf Ihren Hund aufpassen kann. Falls hierfür niemand in Frage kommt, dann gibt es natürlich auch Tierpensionen oder Hundesitter. Falls Sie letztere in Anspruch nehmen wollen, dann sollten Sie sich über die Personen, denen Sie Ihren Hund übergeben, gut informieren! Bitte prüfen Sie, ob Ihr Hund dort gut untergebracht ist, genug Auslauf hat und im Fall von Krankheiten oder Verletzungen gut versorgt werden kann.

   Auslauf und Beschäftigung   

 

Es gibt keine Standardregel, wie viel Auslauf ein Hund braucht. Der Bedarf an Bewegung ist von Hund zu Hund verschieden. Klar ist aber, dass zweimal 10 Minuten Auslauf am Tag nicht ausreichen. Ganz eindeutig ist auch, dass ein Hund weitaus besser ausgelastet ist, wenn er geistig gefordert ist und zu bestimmten Zeiten die ungeteilte Aufmerksamkeit seines Besitzers hat. Wenn Sie also Ihren Hund mit kleinen Aufgaben oder artgerechten, hundesportlichen Beschäftigungen fordern, geben Sie seinem Dasein einen sinnvollen Inhalt. Ihr Hund kann so seine Fähigkeiten gezielt einsetzen und wird seine Kreativität nicht in unerwünschten Tätigkeiten ausleben.

    Die Kosten?  

Ein Hund ist ein lebendiges Wesen und braucht Nahrung, Pflege und Ausrüstung. Ausreichende Mengen an Futter, eine  Grundausstattung bestehend aus Halsband, Leine, Decken, Körbe etc. ist ebenso notwendig wie die regelmäßigen Tierarztbesuche für die jährlichen Impfungen. Darüber hinaus müssen Sie außerdem immer damit rechnen, dass Ihr Hund aufgrund von Krankheiten oder Unfällen zusätzliche Tierarztkosten verursachen kann, die auch beträchtlich sein können! Wenn Sie einen Hund aufnehmen, dann sollten Sie sich jede notwendige Behandlung auch leisten können!

 

10 Bitten eines Hundes an den Menschen

  1. Mein Leben dauert 10-18 Jahre. Jede Trennung von Dir wird für mich Leiden bedeuten. Bedenke dies, bevor Du mich zu Dir holst !

  2. Gib mir Zeit zu verstehen, was Du mir anschaffst !

  3. Pflanze Vertrauen in mich – ich lebe davon !

  4. Zürne mir nie lange und sperr mich zur Strafe nicht ein! Du hast Deine Arbeit, Dein Vergnügen, Deine Freunde – ich habe nur Dich !

  5. Sprich manchmal mit mir. Wenn ich Deine Worte auch nicht ganz verstehe, so doch Deine Stimme, die sich an mich wendet !

  6. Wisse, wie immer an mir gehandelt wird – ich vergesse es nie !

  7. Bedenke, ehe Du mich schlägst, dass meine Kiefer mit Leichtigkeit die Knöchelchen Deiner Hand zerquetschen können, dass ich aber keinen Gebrauch  von ihnen  mache !

  8. Ehe Du mich als „unwillig“ – „faul“ – oder „bockig“ beschimpfst,  bedenke, vielleicht plagt mich ungeeignetes Futter, vielleicht war ich  zu lange der Sonne ausgesetzt oder ich habe ein verbrauchtes Herz !

  9. Kümmere Dich um mich, wenn ich alt werde – auch DU wirst einmal alt sein !

  10. Gehe jeden Weg mit mir, auch den Letzten.
    Sage nie: „Ich kann so etwas nicht sehen“ – oder „Es soll in meiner Abwesenheit geschehen“ !

         

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